In einem meiner letzten Blogbeiträge habe ich Euch ja bereits von unserer bunten und einfachen Hochzeitstisch-Deko berichtet. Was neben der ganzen Dekoration auch auf die Tische passen sollte, waren Menükarten mit dem Essens- und Getränkeangebot. Außerdem Informationen zum Programmablauf und vielleicht noch ein paar Gesprächsthemen-Vorschläge für die Gäste…?

Ich entschied mich, nicht verschiedene Aufsteller und Heftchen und Karten für unsere Gäste zu machen, sondern – auch aus Platzgründen – alles in Einem zusammenzufassen und für jeden Gast ein eigenes Exemplar auf den Tisch zu legen.

Drucken lassen kam auch aus Preisgründen für uns eigentlich nicht in Frage, also überlegte ich, wie ich selbst einfache aber doch hübsch gestaltete Menü-/Programmkarten machen könnte. Ein DIN A-4 Blatt mit schwarz-weißer Schrift ist zunächst nicht besonders eindrucksvoll, aber erschien mir am zweckdienlichsten. Außerdem war unsere Tischdeko ja schon ziemlich bunt und vor allem auf jedem Tisch anders. Das schlichte aber schöne Layout sollte die Menükarten also besonders machen.

Das A4-Blatt sollte nachher 2 mal gefaltet werden – Im Querformat liegend in der Mitte gefaltet und dann nochmals in der Mitte. Das Format ist dann am Ende 21cm x 7,5cm.

Auf der Vorderseite legte ich also in meinem Grafikprogramm 4 Spalten an: Eine für die Titelseite, eine für das Menü, eine für die Weinauswahl und eine für Bier und Alkoholfreie Getränke.
Wer kein besonderes Grafikprogramm hat oder wenig Kenntnisse, keine Sorge: Mit Microsoft Powerpoint kann man das auch ganz wunderbar selbst gestalten.

Ihr müsst einfach ausprobieren, wo sich welche Spalte befinden soll, wenn die Karte nachher gefaltet ist. Probedrucke sind ja schnell gemacht.

Der Kreis auf dem Deckblatt war außerdem die Markierung, wo das Geschenk für unsere Gäste stehen sollte: selbstgekochtes Weingelee (Riesling oder Dornfelder, passend zur Pfalz) im Mini-Marmeladenglas. Das Rezept dazu folgt bald in einem anderen Blogartikel.

Das Layout lebt vor allem von den unterschiedlichen Schriftarten, die nicht im Standardrepertoire von Microsoft sind (z.B. Times New Roman, iih!). Hier habe ich „Bakery“, „FISHfingers“ und „DK Lemon Yellow Sun“ verwendet. Aufmerksamen Flow- oder Happinez-Lesern kommen die Schriften bestimmt bekannt vor.

Heruntergeladen habe ich die Schriftarten kostenlos auf dieser tollen Seite: www.dafont.com. Man kann sie ganz einfach herunterladen, installieren und dann über jedes normale Programm auf seinem Computer verwenden.

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essenundtrinken22-kopieAuf unsere Lieblingsgetränke habe ich in der Getränkekarte mit Sprüchen und Pfeilen besonders hingewiesen.

Tatsächlich wurde an der Bar auch explizit „Sarahs Liebling“ nachgefragt und ein anderer Freund meinte, er las nur „Davids Schorle-Empfehlung“, da brauchte er die Karte gar nicht mehr weiter durchzulesen 🙂

Auf der Rückseite des Blattes wollte ich dann die restlichen Informationen unterbringen: Lageplan (wo sind die Toiletten, das Buffet etc.), den Programmablauf und zwei nette Spiele für eventuell langweiligere Phasen, auf die ich über Pinterest gestoßen bin: I Spy und Gesprächsthemen.

Ihr seht, ganz kleine Farbtupfer sind auf den beiden Seiten zu finden, damit es nicht völlig farblos wirkt. Trotzdem ist das ganze äußerst Farbtoner-sparend, vor allem wenn man wie ich 100 Exemplare davon selbst ausdrucken möchte.

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Und hier noch mal in Groß: „Gesprächsstoff gesucht“ und „Spiele Paparazzi!“

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Ich habe als Gesprächsthemen Dinge gewählt, die mich interessieren und über die ich es schön finde zu philosophieren. Heikle Themen wie Politik oder Religion habe ich besser ausgelassen, es sollen auf einer Hochzeit doch eher Themen besprochen werden, die zu einer guten Stimmung beitragen.

Gedruckt habe ich die Karten nachher auf etwas dickerem Papier als das übliche Druckerpapier, auf 100g/m2-Papier. Das ist stabil genug aber lässt sich immer noch einfach falten. Und ist in jedem Bürobedarf oder sogar im großen Supermarkt erhältlich.

Und so machten sich die Karten dann auf unseren Tischen, mit Weingelee-Gastgeschenk und zusammen mit unserer Deko:

Die Menükarten wurden von unseren Gästen rege gelesen und auch ein paar Gesprächsthemen wurden durchdiskutiert, aber nur wenige haben tatsächlich Paparazzi gespielt. Es war einfach sonst zu viel los. Aber so soll es ja auch sein, besser als wenn sich alle gelangweilt hätten.

Eine Freundin hat uns nachher aber ein Fotobuch mit ihren Fotos gemacht, die sie als „Paparazzi“ aufgenommen hat. Das hat jetzt einen ganz besonderen  Platz bei uns 🙂

Vor unserer Hochzeit hatte ich oft Bedenken, ob es zu „billig“ ist, wenn ich die Menükarten selbst ausdrucke, vor allem beim Durchstöbern von Pinterest kommen einem ja schnell Zweifel, wenn man all die aufwändigen Karten sieht. Mit Spitzenband umwickelt auf hochwertigstem Papier etc. Aber es kam gut an, fügte sich schön in das Gesamtbild und war sehr einfach zu machen. Natürlich passt so eine Karte eher nicht, wenn ansonsten alles teuer und glitzernd und neu gekauft ist. Ansonsten reicht aber ein bißchen Gestaltungstalent am Computer schon völlig aus – nur Mut!

Alles Liebe,
Eure Sarah

 


— Hilfe bei Deiner Hochzeitsdeko benötigt? Lust auf was ganz anderes als die üblichen Hochzeitsideen? Lust auf gemeinsames kreatives Brainstorming? Wende Dich gerne an mich unter mail@sarahforger.de



Fotos von Tanja und Eduardo Mori Monteiro: www.mori-monteiro.de

Layoutentwürfe der Menükarten von mir (c)SarahForger2016.

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